Lücken im Lebenslauf

Lücken im Lebenslauf vermeiden

Wie schreibe ich eine Bewerbung ohne Lücken? In der Kategorie Lebenslauf wurde bereits beschrieben, dass der Lebenslauf über den beruflichen und persönlichen Werdegang des Bewerbers lückenlos informiert. Schnell entstehen allerdings Zeiten der Nichtbeschäftigung. Um diese nicht als Lücken offen zu lassen, müssen diese auch genannt werden. Es können Gründe verschiedenster Natur sein. Sie reichen von Zeiten der Arbeitslosigkeit, über das Nehmen einer beruflichen Auszeit bis hin zu Krankheiten oder Elternzeit. Wie kann man damit im Lebenslauf umgehen? Soll man lügen bzw. ganz verschweigen oder die Zeiträume aufführen?

Lücken fallen immer auf. Schlimmer noch, sie wecken Neugierde! Personalverantwortliche haben ein geschultes Auge, ungenaue Angaben oder Ungereimtheiten in einer Bewerbung zu entlarven. Spätestens zum persöhnlichen Interview werden Sie dann aufgefordert, die Lücken zu erklären. Berufliche Zeitabschnitte nur jahresgenau zu notieren ist dann auch keine Lösung. Stoff für Spekulationen geben ungenaue Zeitangaben wie „20011 bis 2012“ und wirken sich dadurch eher nachteilig für den Bewerber aus. Daher immer monatsgenaue Angaben der Beruflichen Stationen machen, wie z.B. “03/2005 – 08/2008 Tätigkeit als … bei …“. Sehr lang zurückliegende Stationen, wie bspw. ein Weiterbildung sind die Ausnahme. Für diese Zeiträume genügt auch eine jahresgenaue Angabe.

Lügen sollten in jedem Fall vermieden werden! Spätestens, wenn beim Interwiew entsprechende Nachweise verlangt werden oder erfundene Tätigkeiten genauer hinterfragt werden, fällt Ihnen alles auf die Füße. Das ist nicht nur peinlich für Sie, auch die Chancen auf den Job sind verwirkt. Selbst wenn es nicht im Vorstellungsgespräch herauskommt, im späteren Berufsleben sind Falschinformationen ein Grund für fristlose Kündigungen.

Wie vermeidet mann also Lücken im Lebenslauf? Füllen Sie die Lücken mit sinnvollen Fakten!
 Beschreibungen, was Sie in dieser Zeit getan haben sind eine hervorsagende Lösung. Es muss der Eindruck für den Arbeitgeber entstehen, dass die Zeit produktiv genutzt wurde.

Tätigkeitsbeispiele können sein:

  • Selbststudium (z.B. das Lesen von Fachmagazinen und Büchern)
  • Weiterbildungen, Kurse und Schulbesuche
  • Erweiterung branchenbezogener Kenntnisse, wie bspw. IT-Kenntnisse
  • Neben- und Aushilfsjobs oder gemeinnützige Arbeiten
  • Bekleidung von Ehrenämtern
  • Vorbereitung auf eine Ausbildung oder das Studium
  • Sprach- und Bildungsreisen
  • Praktika

 

Optimieren Sie Ihren Lebenslauf und fügen Sie Ihre Tätigkeiten und die dabei gewonnenen Erfahrungen positiv in Ihren Werdegang ein. Urlaubsreise können Sie mit Ihren gewonnenen Sprachkenntnissen und dem Einblick in fremde Kulturen beschreiben. Vorsicht Übertreiben Sie dabei nicht, alle Angaben müssen glaubhaft sein!
Achten Sie darauf, den Bezug zur offenen Stelle nicht aus den Fokus zu verlieren. Als Softwareentwickler z.B. ist es äußerst sinnvoll, wenn während der Arbeitslosigkeit Internetseiten zu verschiedenen Themen aus eigen Interesse erstellt hat. Dadurch kann man Lücken nicht nur Überbrücken, es bringt auch Pluspunkte!

Es sollte alles, also auch eigentlich nicht relevante Tätigkeiten gegenüber dem Eintrag “arbeitslos” vorzogen werden.

Wenn Sie überhaupt keine Informationen zur Überbrückung finden, nehmen Sie anstatt dem “arbeitslos” aktivere Begriffe, wie:

  • “arbeitsuchend”
  • “Bewerbungsphase”
  • “Stellensuche“

Längere Zeiten können auch mit “berufliche Neuorientierung” eingetragen werden.

Daneben brauchen Sie längere Krankheitszeiträume nicht zu verschweigen. Die Betonung muss aber darauf liegen, dass Sie die Krankheit überwunden haben. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihre Leistungsfähigkeit für die offene Stelle nicht mehr beeinflusst ist.

Mit Erziehungszeit kann heute offen umgegangen werden. Erziehungszeiten sind schon lange keine Lücke mehr, sondern vielmehr ein gern gesehener Tätigkeitswechsel.

Achtung! Zeiträume der Arbeitslosigkeit von bis zu 3 Monaten müssen im Lebenslauf nicht aufgeführt werden. Solche “Übergangszeiträume” werden meistens ohne Nachfragen des Personalmanagers akzeptiert.

Wenn Sie Ihr Studium ohne Abschluss vorzeitig abgebrochen haben, geben Sie am Besten noch ein paar Stichpunkte für Tätigkeiten und erworbene Erfahrungen an. Dadurch gewinnen Sie der Zeit einen positiven Aspekt ab.

Achten Sie Anzeichen von Job-Hopping zu vermeiden. Versuchen Sie Tätigkeiten gemeinsam unter einem Oberbegriff, wie z.B. Branche, zusammen zu führen. Somit können Sie Zeiten in denen Sie innerhalb kurzer Zeit bei relativ vielen Arbeitgebern beschäftigt worden sind positiveren

Florian Bartels